1. Du hast schon viele sportliche Highlights miterleben können. Was macht den besonderen Reiz einer Heim-WM aus?
Ich durfte bereits viele sportliche Highlights erleben, aber eine Heim-WM hat noch einmal einen ganz besonderen Reiz. In der Rhythmischen Sportgymnastik ist das Publikum grundsätzlich sehr wertschätzend und unterstützend gegenüber allen Athletinnen. Dennoch ist es etwas Besonderes, das eigene Publikum im Rücken zu wissen. Man spürt die Unterstützung aus dem eigenen Land intensiver, und gleichzeitig wächst die Aufmerksamkeit für die Sportart. In den letzten Jahren hat die RSG deutlich an Beliebtheit gewonnen – und genau das vor heimischem Publikum zu sehen und zu erleben, ist etwas ganz Besonderes.
2. Wie sieht die Vorfreude beim deutschen Team aus?
Die Vorfreude im deutschen Team ist sehr groß. In den vergangenen Wochen lag unser Fokus noch stark auf internationalen Wettkämpfen wie den Weltcups und der Europameisterschaft. Dennoch war die Heim-WM stets unser großes Ziel im Hintergrund. Jetzt, da sie näher rückt, wird sie zunehmend greifbarer, und die Spannung sowie die Motivation steigen entsprechend.
3. Was fasziniert dich bis heute am meisten an diesem Sport?
Mich fasziniert an der Rhythmischen Sportgymnastik bis heute vor allem die einzigartige Verbindung von Sport und Kunst. Die Kombination aus Kraft, Präzision und Eleganz ist etwas Besonderes. Gleichzeitig bietet die Sportart enorm viel Raum für Kreativität und Innovation, sowohl in der Choreografie als auch im Ausdruck. Genau diese Vielseitigkeit macht sie für mich so reizvoll.
4. Welche Chancen bietet eine WM in Frankfurt, um die RSG in Deutschland sichtbarer zu machen?
Eine Weltmeisterschaft in Frankfurt bietet eine große Chance, die Rhythmische Sportgymnastik in Deutschland noch sichtbarer zu machen. Durch die Erfolge der letzten Jahre, insbesondere von Darja Varfolomeev, hat die Sportart bereits an Popularität gewonnen. Immer mehr Menschen wissen inzwischen, was sich hinter der RSG verbirgt, und sie wird zunehmend als anspruchsvolle Leistungssportart wahrgenommen – nicht mehr nur als „Tanzen mit dem Band“. Daran möchten wir anknüpfen und einem breiten Publikum zeigen, was unsere Sportart wirklich ausmacht.
5. Worauf freust du dich am meisten bei den Titelkämpfen?
Am meisten freue ich mich auf die besondere Erfahrung, eine Heim-WM überhaupt erleben zu dürfen. Diese Gelegenheit bekommt man wahrscheinlich nur einmal im Leben. Für mich steht im Vordergrund, dass wir uns als Team auf unsere eigenen Leistungen konzentrieren können und unser Potenzial voll ausschöpfen. Wenn uns das gelingt, wird es eine unvergessliche Erfahrung.